Bäckerfortbildung

Öalcher Backesbäcker

mit zehn weiteren „Artgenossen“ aus Freudenberg erneut auf Weiterbildungstour

Horst Heide hatte zusammen mit Friedhelm Geldsetzer, der privat einen kleinen Backes betreibt, diese Tour im Auftrag der ARGE Heimatvereine Freudenberg organisiert und durchgeführt. Daraufhin machte sich nach einem ersten Exkurs im vergangenen Jahr nach Preußisch-Oldendorf das Dutzend Freudenberger Hobby-Bäcker/innen nunmehr in entgegengesetzte Richtung nach Süden, und zwar nach Creglingen ins Fränkische, auf, um Wissen und Fertigkeiten für das Brot- und Kuchenbacken unter meisterlicher Anleitung zu erweitern und zu festigen.

Bäckerfortbildung
Gruppenfoto mit den 12 Teilnehmer

Hier in Creglingen ist ein Unternehmen ansässig, dass alle Ausrüstung für die Teig-Bereitung und das Backen herstellt und vertreibt. Und dieses Unternehmen stellte den Freudenberger Hobby-Bäckern seine Lehrbackstube und einen versierten Bäckermeister zur Verfügung.

Die Anfahrt der zwölf Teilnehmer erfolgte am Donnerstag mit Übernachtung im Landhaus „Zum Falken“ im Weinort Tauberzell (OT von Adelshofen) im „Lieblichen Taubertal“, direkt vor den Weinbergen gelegen. Beim abendlichen gemütlichen Beisammensein ging natürlich gleich die Fachsimpelei los und bei einem kühlen Viertele Frankenwein wurden die bisher praktizierten Techniken der Back- und Teig-Bereitung besprochen.

Profis, die das Handwerk, aber auch die Kunst des Backens im holzbefeuerten Steinbackofen von Generation zu Generation weitergegeben haben, waren im Siegerland die Landfrauen. Handwerk war in diesem Zusammenhang wirklich wörtlich zu nehmen, denn es gab z. B. noch keine Knetmaschine, mit der die mühevolle Arbeit der Brotteig-Herstellung erledigt werden konnte. Die heute noch oder wieder betriebenen Backeser verfügen meist über eine solche Arbeitshilfe.

Für die aus Alchen, Freudenberg, Hohenhain, Mausbach und Niederndorf angereisten Hobby-Bäcker begann das „Mit-mach-Seminar“ am Freitag-Vormittag. Hierzu begab sich die Truppe ins nahegelegene Münster (OT von Creglingen). Nach einer kurzen theoretischen Einführung ging es ans praktische Arbeiten in der Lehrbackstube, wobei alle relevanten Arbeitsgänge, wie die Herstellung von Teigen bei direkter Teigführung, das Wirken und Ausformen von Brot, Brötchen und Brezeln, oder das Backen von Weizen- und Roggenbrot, Vollkornbrot, Brötchen, Laugen- und Feingebäck sowie das Backen mit Sauerteig erläutert und geübt wurden. Gerade zum speziellen Thema Sauerteig wurden Fragen wie „Warum ist Sauerteig so gesund? Wie mache ich selbst Sauerteig? Was ist Sauerteigvermehrung und wie geht das? Wie wird Sauerteig verarbeitet?“ auf sehr anschauliche Weise beantwortet.

Bäckerfortbildung
Arbeiten unter Anleitung des Meisters in der Lehr-Backstube

In der Mittagspause konnte von selbst gebackenem Fladenbrot verzehrt werden, das vor dem Abbacken pikant mit einer Sauerrahm-/Schmand-Creme, Zwiebeln, Bauchspeck und Käse belegt worden war.

Am späten Freitag-Nachmittag wurden die Bäckerschürzen abgelegt, nachdem die hergestellten Bauernbrote, Baguetts, Brötchen, Hefezöpfe, Laugen-Brezeln und Hefeteilchen eingepackt waren, und es folgte zum Seminar-Abschluss eine Betriebsbesichtigung. Ein ereignisreicher und lehrreicher Kurs fand damit für die zwölf Freudenberger Backesfreunde seinen Schluss.

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Es wurden nicht nur „kleine Brötchen“ gebacken

Ein letzter gemeinsamer Abend im Tauberzeller Landhaus „Zum Falken“ rundete den „Erlebnis-Backtag“ wunderbar ab. Am Samstag-Morgen hieß es zunächst Schnee schippen, denn der Winter hatte uns über Nacht den letzten Neuschnee beschert, so dass wir den im Programm vorgesehenen Stadtrundgang in Rothenburg o. d. Tauber nur im weißen Kleid absolvieren konnten. Nach dreistündiger problemloser Rückfahrt erreichten die an vielen neuen Back-Tipps und –Tricks reicheren Hobby-Bäcker wieder wohlbehalten das heimatliche Freudenberg.

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